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Wirtschaft

Für die Wirtschaft hat der Arbeitsmarkt im Wesentlichen zwei große Funktionen. Einerseits soll er den Unternehmen möglichst preiswert die gewünschte Anzahl von Arbeitskräften mit der für ausgeschriebene Arbeitsplätze nötigen Qualifikation zur Verfügung stellen. Je nach Anforderungsprofil der jeweiligen Arbeitsstelle steht dabei der Preis für die Arbeit (was muss dem Arbeitnehmer bezahlt werden, welche Abgaben werden fällig?) oder aber die Qualifikation der Bewerber im Vordergrund. Die Personalkosten fließen in die Preise ein, zu denen Unternehmen Produkte oder Dienstleistungen anbieten können; insbesondere bei wachsendem Konkurrenzdruck (auch durch internationale Anbieter mit niedrigen Lohnkosten) geht die Tendenz dahin, Personalkosten etwa durch Personalabbau oder möglichst niedrigen Lohnzuwachs der Beschäftigten zu senken. Aber die Unternehmen haben meist nicht allein ein Interesse am Preis der angebotenen Arbeit, sondern auch an der Qualität. Zwar steht genug Arbeitskraft auf dem Arbeitsmarkt zur Verfügung, nicht selten mangelt es jedoch an Qualifikation, um einen Arbeitsplatz passend zu besetzen. Hier setzen etwa Qualifizierungsmaßnahmen an, um Defizite von Arbeitnehmern abzubauen. Indirekt hat der Arbeitsmarkt noch eine weitere Funktion für die Wirtschaft, die oftmals von Gewerkschaften in ihren Argumentationen angeführt wird. Dadurch, dass er Arbeitnehmern durch den Verkauf Ihrer Arbeitskraft Zugang zu finanziellen Mittel gibt, stärkt er deren Kaufkraft und kann zu verstärkter Nachfrage nach Produkten auf dem Inlandmarkt führen. Das kann insbesondere für Unternehmen von Vorteil sein, die verstärkt auf dem Inlandmarkt agieren.

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